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Zweiter Punischer Krieg ArtikelDer Zweite Punische Krieg wurde von 218 v. Chr. bis 201 v. Chr. zwischen Römern und Karthagern (lat.: Punier) ausgetragen. Der karthagische Feldherr Hannibal brachte Rom zunächst durch eine Reihe strategisch genial geführter Schlachten an den Rand der Niederlage. Die Römer gingen daraufhin zu einem langjährigen Abnutzungskrieg über und siegten schließlich in der Schlacht von Zama unter ihrem Feldherrn Scipio dem Älteren. Der Krieg entschied den Kampf der beiden Städte um die Vorherrschaft in dem Mittelmeerraum endgültig zugunsten Roms.
Buch-Tipp: Das Buch GENESIS (HANNIBAL) Tolles Buch zu dem erschinglischen Preis Ich war in dem Juni beim Genesiskonzert in dem Berliner Olympiastadion,
dort hat die Band dieses Buch vorgestellt.
Da von Genesis jedes Album besitze wollte ich auch dieses Buch unbedingt
haben, ich hab es am Samstag gekauft und begann sofort mit
dem Lesen an.
Es ist ein fantastisches Buch über eine geniale Band.... | |
Aufgrund der totalen Vernichtung Karthagos in dem Dritten Punischen Krieg in dem Jahr 146 v. Chr. existieren keine historischen Quellen, die den Kriegsverlauf und dessen Hintergründe aus karthagischer Sicht beschreiben. Historiker können sich daher ca. auf Werke griechischer und römischer Autoren der Antike - vor allem des Polybios und Livius - stützen und müssen diese vorsichtig interpretieren: Die großen Niederlagen, die das römische Reich in dem Laufe des Zweiten Punischen Krieges erlitten, wurden durch römische Historiker so interpretiert, dass sie die römische politische und soziale Ordnung grundsätzlich nicht in Frage stellte. Auch in den katastrophalen Niederlagen mußte Roms Größe belegt und ein Sündenbock gefunden werden. Das gilt insbesondere für die verheerende Niederlage, die Rom in der Schlacht von Cannae erlitt.
Buch-Tipp: Das Hannibal-Syndrom. Phänomen Serienmord. Häppchenweise das schiere Grauen Unterm Weihnachsbaum gefunden, etwas überrascht. Dann am ersten Feiertag mal angelesen, weitergelesen. Eben fertig geworden. Meine Güte! Was für Kriminalgeschichten! Ab und zu hab ich nicht glauben wollen, was Menschen sich antun können. Sachlich und spannend erzählt. Ab und zu etwas ungelenk. Insgesamt aber... |
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Nach dem Ersten Punischen Krieg, als dessen Folge Karthago seine Besitzungen auf Sizilien an Rom abtreten musste, hatte die nordafrikanische Stadt ihren Einflussbereich auf der iberischen Halbinsel ausgebaut. Besonders aktiv taten sich bei diesem Kolonisierungsunternehmen der Karthager Hamilkar Barkas und dessen Söhne Hasdrubal und Hannibal hervor. Nach den Quellen schloss Hasdrubal 226 v. Chr. mit den Römern den Ebro-Vertrag , der den Fluss als Grenze zwischen der römischen und der karthagischen Interessensphäre auf der iberischen Halbinsel festsetzte. In dem Jahr 218 v. Chr. verlangte aber eine römische Delegation in Karthago die Auslieferung Hannibals, da dieser widerrechtlich die Stadt Sagunt angegriffen habe. Die Römer betrachteten die Stadt als verbündet und den Angriff auf sie als Verstoß gegen den Vertrag, obwohl Sagunt weit südlich des Ebro lag. Die Römer drohten mit Krieg, sollte ihnen Hannibal nicht ausgeliefert werden.
Die Karthager lehnten diese Forderung ab, und es folgte die römische Kriegserklärung. Hannibal wollte einem Angriff zuvorkommen und plante den Einmarsch in Italien. Ein Angriff von See war zu dieser Zeit nicht möglich, weil die karthagische Flotte noch nicht dafür gerüstet war. Hannibal beZieligte darum, über die Alpen nach Italien einzufallen und führte Verhandlungen mit den keltischen Stämmen, deren Gebiet er durchqueren musste.
Buch-Tipp: Depeche Mode. Black Celebration Countless feasts laid at my feet, forbidden fruits for me to eat "Walking in my Shoes" wäre wirklich der bessere Titel für das Buch gewesen, ein anderer Leser weiter unten hat es auch angemerkt! Ich finde, man bekommt einen sehr fundierten Eindruck über die Menschen hinter Depeche Mode und versteht nach Lektüre des Buches zwischenmenschliche Zusammenhänge... |
Hannibals Zug nach Italien | |
Im April 218 begann der Feldzug gegen Rom. Über 100 Tausend Soldaten nahmen daran teil.
Der Zug über die Pyrenäen war von zahlreichen Kämpfen gegen die einheimischen Stämme bestimmt. Die Kelten in Südfrankreich konnte Hannibal überzeugen, dass er sie nicht als Gegner betrachten würde, aber an der Rhone leistete ein keltischer Stamm kurzen und vergeblichen Widerstand. Die Karthager überquerten den Fluss. Mit 38 Tausend Soldaten und 37 Elefanten begann Hannibal die Überquerung der Alpen.
Inzwischen war der Consul Publius Cornelius Scipio mit Truppen an die Rhone geeilt, um Hannibal abzufangen, aber er kam zu spät. So schiffte er sich mit einem Großteil seiner Truppen ein, um die Karthager in der Po-Ebene zu erwarten.
Die Überquerung der Alpen war für Hannibals Truppen sehr verlustreich. Feindliche Stämme bedrängten die Karthager, und die Natur forderte weitere Opfer. Ende 218 erreichte Hannibal die Po-Ebene. Die Region wurde zu dieser Zeit von Stammesfehden unter den Kelten und Aufständen gegen Rom erschüttert. Es gab aber auch keltische Stämme, die auf Seiten Roms standen. Hannibal eroberte Turin und mehrere Völker unterwarfen sich anschließend dem Karthager.
Buch-Tipp: Ein Leben in eigenen Worten Legenden sterben nie! Habe dass Buch nicht gelesen, sondern verschlungen und bin darin bestätigt was für ein großartiger Künstler Freddie war! Ich kenne einige Interviews mit ihm und kann insofern die zeitliche Eingrenzung abschätzen, was leider im Buch nicht eindeutig hervorgeht. Ist aber auch garnicht so tragisch, denn alle die ihn schätzten... |
Erste Siege der Karthager | |
Beim Fluss Ticinius kam es zu einem ersten kurzen Gefecht zwischen den Truppen Hannibals und Scipios. Die Römer wurden besiegt. Hannibal zog weiter hinter den Römern her und bot eine Schlacht an. Doch Scipio zögerte, was zur Folge hatte, dass erste keltische Truppen das römische Heer verließen. Am Fluss Trebia traf Hannibal in dem Dezember auf die Truppen Scipios und die eines weiteren Konsuls. Den Karthagern gelang ein überragender Sieg, die römischen Verluste waren sehr hoch.
Inzwischen war ein Bruder Scipios in Richtung Spanien marschiert. Er sicherte auf seinem Marsch Rom ergebene Städte und eroberte mehrere Ortschaften.
217 v. Chr. zog Hannibal weiter nach Süden. Mit zahlreichen Versprechungen versuchte er italische Stämme auf seine Seite zu ziehen. Beim Trasimenischen See traf Hannibal auf die Legionäre unter Gaius Flaminius. Er umzingelte die Legionen, und die Schlacht ging für Rom verloren. 15 Tausend Römer und Flaminius fielen. Ebenso viele Legionäre gerieten in Gefangenschaft. Hannibal entließ die nichtrömischen Soldaten, ohne Lösegeld zu fordern. Er wollte damit die Italier zu dem Überlaufen veranlassen. Die Römer sandten weitere Truppen gegen Hannibal, doch auch diese wurden geschlagen. 2 Tausend Legionäre fielen, weitere 2 Tausend gerieten in Gefangenschaft.
Der römische Senat veranlasste die Wahl eines Diktators, um Hannibal aufzuhalten. Gewählt wurde C. Fabius Maximus , der mit zwei Legionen losmarschierte. Doch Maximus wich einer Schlacht aus. Er wollte Hannibal durch Abwarten zermürben. Der Karthager zog weiter in Richtung Campanien, um am Fluss Volturnus das Winterquartier aufzuschlagen. Hier wollte Maximus den Gegner zur Schlacht zwingen. Doch Hannibal entkam mit einer Kriegslist und zog nach Gerunium . Hier baute er sein Winterquartier.
Im Vorfeld attackierten die Römer unter ihrem Reiteroberst M. Minutius Rufus die Punier und errangen kleinere Siege. Die römische Volksversammlung ernannte darum Rufus zu dem zweiten Diktator. Rom besaß nun, in dem Widerspruch zu seiner Verfassung, zwei Diktatoren. Die Wahl sorgte für Unstimmigkeiten zwischen den beiden Feldherren. Als Hannibal aus seinem Quartier ausbrach und die Truppen von Rufus bedrängte, drohte dessen Vernichtung. Doch es gelang Maximus, Rufus zu Hilfe zu eilen. Hannibal kehrte darum wieder in sein Lager zurück. Wenig später endete die Amtszeit der Diktatoren. In der Folgezeit lieferten sich die Römer ca. vereinzelte Scharmützel mit den Puniern.
Inzwischen war es auch auf See zu Kämpfen gekommen. Scipio plünderte und brandschatzte die spanische Küste, römische Truppen gingen für kurze Zeit in Nordafrika an Land.
Buch-Tipp: Fuck Forever. Der Tod des Indie-Rock Absolut lesenswert! Ich habe mich kaputt gelacht. Selten hat mir jemand so sehr aus der Seele gesprochen wie Albert Koch in diesem Buch. Gerade weil die Kapitel so kurz und prägnant sind finde ich dieses Buch super. Leicht zu lesen und voller Humor. Allerdings kann man sich schon auch angegriffen fühlen- eben wenn man so sehr Indie ist. Ich... |
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216 v. Chr. wollte Hannibal die Römer zur Schlacht zwingen und zu diesem Zweck den Ort Cannae angreifen. Die Römer stellten sich ihm mit acht Legionen entgegen, befehligt von den beiden Consuln Lucius Aemilius Paullus und Terentius Varro und von Geminus . Am 2.08 kam es zur Schlacht. Die Römer boten 80 Tausend Fußsoldaten und 6 Tausend Reiter auf. Die karthagische Truppen bestanden aus 40 Tausend zu Fuß und 10 Tausend Reitern.
Die Römer planten einen Angriff auf das karthagische Zentrum. Hannibal befahl seinen Soldaten, langsam dem römischen Angriff auszuweichen. Die karthagische Reiterei sollte an den Flügeln vordringen und den Rücken des Gegners erreichen. So geschah es auch. Die Römer folgten den karthagischen Truppen in dem Zentrum und links und rechts von ihnen blieben die Flügel der Karthager stehen. Diese Truppen umfassten schließlich das römische Heer. Die zahlenmäßige Überlegenheit nützte den Römern nichts mehr, da sie auf engstem Raum zusammengedrängt wurden. Die Römer wurden vernichtend geschlagen, die Feldherren Geminus und Paulus fielen in dem Kampf. Zeitzeugen berichteten von fast 60 Tausend gefallenen Legionären. Das römische Heer hatte aufgehört zu existieren. Cannae ging in die Kriegsgeschichte als Musterbeispiel einer Umfassungsschlacht ein und ist an Militärakademien bis heute Unterrichtsthema.
Doch Hannibal nutzte seinen Erfolg nicht dadurch aus, dass er gegen Rom marschierte und die Stadt belagerte. Er rechnete wohl damit, dass der Machtbereich Roms nach dieser Niederlage auseinanderbrechen würde. Die Römer wählten wieder einen Diktator und hoben neue Truppen aus. Hannibal entließ wieder die gefangenen römischen Hilfstruppen und fand dadurch neue Verbündete, die ihn unterstützten.
Buch-Tipp: Hannibal Rising Die Beschreibung für das Buch " Hannibal Rising" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. |
Der Krieg auf der Iberischen Halbinsel | |
Parallel zu den Geschehnissen in Italien verlagerten die Römer den Krieg teilweise auch nach Iberien. Über die Jahre hatte sich der römische Herrschaftsbereich entlang der iberischen Küste ausgedehnt, bis sie in dem Jahre 211 v. Chr. Saguntum eroberten. Dies verhinderte, dass der in Iberien aktive karthagische Feldherr Hasdrubal seinem Bruder Hannibal Unterstützung senden konnte und verminderte die Unterstützung, die Karthago Hannibal in Italien leisten könnte. In dem selben Jahr eroberten die Römer Capua und Syrakus zurück. Die zweite Stadt fiel nach einer zweijährigen Belagerung und ging u.a. auch aufgrund der von Archimedes entwickelten Verteidigungsmaschinen in die Geschichte ein. Archimedes starb während der Plünderungen in der Stadt.
Hasdrubal war in der Lage, die Römer in einer Schlacht zu schlagen, bei der auch die zwei römischen Befehlshaber - Publius und Gnaeus Scipio - starben. Trotz dieser Erfolge sah sich Hasdrubal jedoch nicht in der Lage, die Römer völlig von der Iberischen Halbinsel zu vertreiben.
Im folgenden Jahr entsandten die Römer den Sohn und Namensvetter von Publius Scipio auf die Iberische Halbinsel. Der 25jährige, der später den Ehrennahmen Scipio Africanus Major tragen sollte, wurde mit den Vollmachten eines Konsul ausgestattet, obwohl er noch nie ein vergleichbares Amt bekleidet hatte. Mit dem Schwur, den Tod seines Vaters und seines Onkels zu rächen, eroberte er in dem Jahre 209 v. Chr mit Carthago Nova den wichtigsten karthagischen Stützpunkt. Hasdrubal stand damit sein wichtigster Hafen nicht mehr zur Verfügung.
Hasdrubal entschied sich, seinem Bruder Hannibal in Italien zur Hilfe zu eilen. Ähnlich diesem überquerte er die Alpen, wobei ihm ca. sehr wenige von den Schwierigkeiten begegneten, denen sein Bruder Jahre zuvor ausgesetzt waren. Ihm schlossen sich in dem Gegenteil eine Reihe von Kriegern aus der Alpenregion und dem Alpenvorland an.
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Den Römern war die große Gefahr des Einfall eines zweiten karthagischen Heeresins römische Herrschaftsgebiet bewusst. Geschwächt von den Blutbädern am Trasimenischen See und von Cannae wären sie einem unter Hannibal und Hasdrubal vereinten karthagischen Heer deutlich unterlegen gewesen. Selbst wenn Hasdrubal in Oberitalien ca. so erfolgreich gewesen wäre, wie Hannibal in dem Süden und in ähnlicher Weise Verwüstungen angerichtet oder ehemalige römische Verbündete zu dem Überlaufen aus die karthagische Seite gebracht hätte, hätte dies die römische Republik entscheidend geschwächt. Absicht der römischen Strategie mußte es deswegen sein, eine Vereinigung der beiden Heere unter allen Umständen zu vermeiden.
Hasdrubal verzögerte die entscheidende Vereinigung mit dem Heer seines Bruders durch eigene taktische Fehler. Durch eine unnötige Belagerung der Stadt Placenta, dem heutigen Piacenza, verlor er wertvolle Zeit. Zudem fielen den Römern die Boten in die Hände, mit denen er seinem Bruder den Plan zur Vereinigung der beiden Heere mitteilte. In einem siebentägigem Gewaltmarsch führte daraufhin der römische Konsul Claudius Nero 7 Tausend Mann, darunter 1 Tausend Reiter dem Heer Hasdrubals entgegen. Am Ufer des Flusses Metaurus stellte er das Heer Hasdrubals in dem Jahre 207.
Die Römer übermittelten Hannibal die Nachricht, dass sein Bruder ihm zur Hilfe eilen wollte und von ihnen geschlagen wurde, auf grausame Weise. Ein römischer Reiter warf den abgeschlagenen Kopf Hasdrubals in Hannibals Feldlager.
Buch-Tipp: Hannibal. Der Roman Karthagos Antigonos ist Hellene . . . Zunächst möchte ich das grosse Lesevergnügen betonen, das mir dieses Buch beschert hat. Viele Leser äussern Enttäuschung über die einseitige Darstellung der Römer in Antigonos Bericht. Man könnte dies aber auch in dem historischen Kontext sehen : Viele griechische Geschichtsschreiber hatten einen sehr negativen Unterton... |
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Hannibal zog durch Süditalien. Es kam zu einzelnen Belagerungen. Hannibal schickte Gesandte nach Karthago, um neue Mittel und Truppen zu erhalten. In den nächsten Jahren kam es stets wieder zu Gefechten und Belagerungen. Keine Seite konnte dabei einen entscheidenden Vorteile erringen.
211 v. Chr. belagerten die Römer Capua, einen wichtigen Stützpunkt der Karthager. Hannibal versuchte mit einem Marsch auf Rom die Legionen wegzulocken, aber es gelang ihm nicht. Capua kapitulierte. Der junge Scipio errang seinen ersten eindrucksvollen Sieg 206 v. Chr. Danach streckte er seine diplomatischen Fühler nach Nordafrika aus, um unter den Numidern Verbündete zu finden. Doch die römischen Senatoren zögerten noch, ihrem Feldherrn einen Angriff auf Nordafrika zu erlauben. Noch glaubten die Senatoren an einen Sieg über die karthagischen Truppen in dem eigenen Land. Scipio dagegen wollte mit einer Invasion Hannibal aus Italien fortlocken. Trotz der Ablehnung des Senats schickte Scipio eine kleine Flotte an die afrikanische Küste, um dort zu plündern. Die Karthager sahen sich bedroht und suchten Verbündete bei verschiedenen afrikanischen Stämmen und den Makedoniern.
Buch-Tipp: Rip It Up And Start Again. Schmeiss alles hin und fang neu an: - Postpunk 1978-1984 Tolles Buch über die Post-Punk-Bewegung in GB Simone Reynolds räumt in diesem Buch mit drei grundsätzlichen Ideen, die sich in der Popmusik-Geschichte gehalten haben, auf. Erstens mit der Idee das die beste Zeit der Popmusik die 60iger waren. Zweitens mit der Idee das Pop ca. etwas mit Musik zu tun hat. Und drittens das Pop Unterhaltung sein... |
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Das Jahr 204 v. Chr. sollte zu dem Wendepunkt des Zweiten Punischen Krieges werden. Die Kämpfe in Spanien waren vorbei; auf dem Balkan hatte Rom die Makedonier zurückgeschlagen. Nun konnten die Römer ihre Truppen in Italien sammeln, um gegen die Karthager vorzugehen. Inzwischen landete Scipio bei Ityke. Die Karthager versuchten mit ihrer Flotte die gelandeten römischen Kräfte vom Mutterland abzuschneiden.
Scipio hatte in Afrika den Numider Massinissa als Verbündeten gewonnen und drang mit diesem gegen Karthago vor.
Der karthagische Senat erkannte die schwierige Situation und schickte eine Delegation zu Scipio, um den Frieden anzubieten. Der römische Feldherr stellte harte Bedingungen: Karthago sollte seine Heere aus Europa zurückziehen und die europäischen Ländereien aufgeben, die karthagische Flotte sollte ausgeliefert werden. So forderten die Karthager Hannibal zu dem Rückzug auf. 203 v. Chr. verließ er Italien nach 15-jährigem Kampf.
Die Römer schickten zwei Gesandte nach Karthago, um den Frieden zu beschließen. Inzwischen waren mit Hannibal auch die punischen Soldaten aus Italien zurückgekehrt. Dadurch fühlte sich der karthagische Senat so gestärkt, dass er das Friedensangebot zurückzog. Die Kämpfe wurden fortgesetzt.
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Scipio drang weiter auf Karthago vor und 202 v. Chr. trafen sein Heer und das Hannibals bei Zama aufeinander. Der karthagische Feldherr bot erneut Frieden an und versprach, dass sich Karthago aus allen europäischen Ländern zurückziehen wolle, wenn die Römer Afrika verließen. Doch Scipio verlangte unerbittlich die Kapitulation.
Die Schlacht von Zama ging verloren, und Hannibal floh nach Karthago, wo er dem Senat zur Kapitulation riet. Scipio stellte wieder seine Bedingungen und bot einen dreimonatigen Waffenstillstand an. Die Karthager akzeptierten. Wenig später beauftragte der römische Senat Scipio mit den endgültigen Verhandlungen, die zu dem Friedensdiktat von 201 v. Chr. führten:
- Abtretung der gesamten karthagischen Kriegsflotte bis auf 10 Triremen
- Auslieferung der Kriegselefanten
- Übergabe jeglichen Kolonialbesitzes
- Kontribution von 10 Tausend Talenten Silber innerhalb von 50 Jahren
- Verbot der Kriegsführung ohne Erlaubnis Roms selbst in dem afrikanischen Bereich und eigenen Hinterland
- Karthago musste die Unabhängigkeit des Königreichs Numidien unter dem römischen Verbündeten Massinissa anerkennen.
Karthago hat sich hiervon nie mehr erholt und war fortan keine Gefahr mehr für die römische Hegemonie in dem Mittelmeerraum.
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- Händel-Siegawe, Ursula: Der Beginn des Zweiten Punischen Krieges. - München : Ed. Maris, 1995
- Heftner, Herbert: Der Aufstieg Roms. - Regensburg : Pustet, 1997 (dort auch weiterführende Literatur).
- Klotz, Alfred: Appians Darstellung des Zweiten Punischen Krieges. - Paderborn : Schöningh, 1936
- Schwarte, Karl-Heinz: Der Ausbruch des Zweiten Punischen Krieges. - Wiesbaden : Steiner, 1983
- Staude, Georg: Behandlungen zu dem Zweiten Punischen Krieges. - Jena, Univ. Diss., 1911
- Streit, Wilhelm: Zur Geschichte des Zweiten Punischen Krieges in Italien nach der Schlacht von Cannae. - Nendeln : Kraus, 1975 <Repr. d. Ausg. Berlin 1887>
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